Um was handelt es sich bei der Methode? Eine Einführung

5.    UM   WAS   HANDELT   ES   SICH   BEI   DER   METHODE ?     EINE   EINFÜHRUNG

Wir alle haben schon folgende Situation erlebt: Sie wollen jemand etwas mitteilen und sind gezwungen es zu wiederholen, damit die Person es aufnimmt. Sie haben nicht schlecht gesprochen,  sondern der Andere hat ihnen nicht wirklich zugehört.  Er horchte nicht hin !
Nach Alfred Tomatis, dem französischen Arzt und Psychotherapeuten , einem unermüdlichen Erforscher des Ohres, handelt es sich in diesen Fällen um die schlechte Nutzung des Gehörs.
‚Störungen entstehen dadurch, dass wir uns unseres Gehörs  schlecht bedienen.‘

In ausführlichen Studien seit 1949  konnte er nachweisen, dass schon das ungeborene Kind in der Gebärmutter auf die Stimme seiner Mutter hört, ihr lauscht.
Und hier wird sein Ansatz revolutionär.
Dadurch dass Ohr und Gehirn über Regelkreise in enger Beziehung stehen – der vestibuläre Teil des Innenohres z.B. steuert nicht nur das Gleichgewicht, sondern jeden Muskel des Körpers -, war es ihm möglich geworden, mit einfachen akustischen Stimulationen intensive  therapeutische Reaktionen  tiefenpsychologischer Art hervorzurufen .  Wie war dies möglich  ?

In seinen experimentellen Arbeiten hatte er gefunden, dass die Resonanzeigenschaften von Gebärmutter, Wirbelsäule und Becken der Mutter als  MODULATOR  ihrer Stimmfrequenzen wirkt. Die Gebärmutter ist also ein Resonanzkörper – vergleichbar mit dem Innenraum einer Kathedrale – der die Töne bis zum 2,5 fachen verstärkt und via Knochenleitung ans Ohr des Föten überträgt. Wenn in den letzten Schwangerschaftswochen sich der Kopf des Kindes ins Becken weiter absenkt, verbessert sich nochmals die Qualität der Übertragung der mütterlichen Stimmfrequenzen.

Die Wahrnehmung des fötalen Ohres und die Resonanzverstärkung des Knochenschalls durch die Wirbelsäule und das Becken der Mutter sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass bevorzugt die hohen Frequenzen der Stimme übertragen werden, während die tiefen durch das Fruchtwasser im Mittelohr des Föten – gehemmt durch geringere  Ausschläge der Schwingungen seiner Trommelfelle – abgedämpft werden.

Über Klang. Rhythmus und Melodie der hohen Stimmfrequenzen erlebt der Fötus so alle Gefühlsaspekte der Mutter in einer ihn emotional prägenden Weise mit, während er die sprachliche Bedeutung ihrer Worte natürlich nicht versteht. Beide leben in einer symbiotischen Einheit, da der Fötus zwischen sich selbst und seiner Mutter noch nicht unterscheiden kann.  Beide sind noch ungetrennt, mit seelischen Zwillingen vergleichbar. Für dieses eigensinnige in einander verschränkte Innensystem, wo das biopsychische Sein-Können des Einen und des Anderen sich gegenseitig bedingen, verwendet der Philosoph Sloterdijk – mangels eines besseren – den Begriff der  CO-IMMUNITÄT  und meint damit das A-priori eines  rechtlich-biologischen  Schutzprivilegs vor Schädigungserwartungen von Mutter und Kind.

Ist die Mutter glücklich, ausgeglichen, lebensfroh gestimmt, erlebt der Fötus diese Gefühle als seine eigenen und beginnt einen emotional-lebendigen  ‚intrauterinen Dialog‘  mit seiner Mutter, aus der sich sein Ur-Vertrauen ins Leben entwickelt und nachfolgend sein Wunsch sich sprachlich mitteilen zu wollen. Bei einem seelisch kranken Menschen wird diese ‚intra-uterine Dialogfähigkeit‘  durch die via Mutterstimme übernommenen Ängste, Depressionen, negativen Erwartungen und Stimmungen, so nachhaltig beeinträchtigt, dass sich im Hörtest – wie in einem Psychogramm – z.B. Spitzen,  Senken oder Ausfälle feststellen lassen, die genau seinen Mängeln körperlich-seelischer Haltung entsprechen.  Mit Hilfe des Hörsimulators und den gefilterten Tönen der Mutterstimme können  diese nun wirkungsvoll behandelt werden.
Erstmals war es möglich geworden mit apparativer Hilfe psychopathologische Störungen zu behandeln und zu beseitigen. Ein weites bis heute von der Forschung wenig beachtetes Feld eröffnete sich. Die Tomatis-Methode erzielt bisher so nicht mögliche Erfolge bei Hör-, Sprach-, Lern-, Verhaltens-, und Entwicklungsstörungen. Nach der Behandlung entwickeln sich Kinder und Patienten. Sie sind gelöster, motivierter, konzentrierter, selbstbewusster; ihre seelischen Störungen gehen zurück, weil sie besser hören und in die Lage kommen aktiv zu horchen. Wer besser zu horchen gelernt hat, kommt mit sich und dem  ‚Instrument seines Leibes‘   in Einklang,  so dass er auch Andere besser verstehen kann, weil er sich in sie einfühlen kann.

     ZUR  FRÜHFÖRDERUNG  ENTWICKUNGSGESTÖRTER   KINDER  in    MÜNCHEN.
WIR   BEHANDELN   DIESE   KINDER   NICHT,   WIR   WECKEN   SIE  AUF   !

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